Willkommen zum
FIS Telemark Weltcup in
Bad Hindelang / Oberjoch
vom 16. - 18.März 2007
OFFIZIELLE ERGEBNISLISTE
Classic Damen
Classic Herren
Sprint Damen
Sprint Herren
Telemark Damen
Telemark Herren
Das Programm zum Download
Hier das aktuelle Programm zum FIS Weltcup Finale.
Das Weltcup-Plakat zum Download
Telemark-Weltcup in Deutschland -
Die Essenz des Nordischen Sports
Skispringen, Langlauf und Abfahrt in einem, keine andere Scheesportdisziplin verbindet so lässig drei skifahrerische Techniken zu einer Wettkampfform wie der Telemarksport. Vom 16. bis 18. März treffen sich die weltbesten Telemarker zum Saisonfinale am Oberjoch im Allgäu. Und drei deutsche Sportler und vor allem Sportlerinnen wollen da ein gehöriges Wörtchen mitreden.Die Zweite des letztjährigen Gesamtweltcups, Astrid Sturm, liegt in
dieser Saison vor den abschließenden Rennen am Oberjoch wieder auf einem
aussichtsreichen dritten Platz. Die Gesamtwertung ergibt sich als Summe
aller Ergebnisse in den drei Renndisziplinen, die im FIS
Telemark-Weltcup ausgetragen werden. In den beiden Disziplinen »Classic«
und »Classic Sprint« rangiert Sturm sogar auf dem zweiten Platz der
Gesamtwertung. Im »Riesenslalom«, der dritten FIS-Renndisziplinen, liegt
ihre Teamkollegin Monika Rieder aussichtsreich auf einem hervorragenden
dritten Platz. Im Gesamtweltcup über alle Disziplinen ist Rieder Fünfte.
Und Last but not Least, der Mann im Bunde: Sepp Brunner, im
Gesamtklasssement auf Rang 9 geführt, konnte zuletzt bei den Rennen im
Heimatland des Telemarkens, in Norwegen, mit Top-Platzierungen
aufhorchen lassen. Ganz klar: Sepp will auch beim Heimweltcup im Kampf
um die vorderen Plätze mitmischen.
Zum Weltcupfinale am Oberjoch müssen die Telemarker noch einmal in allen
Disziplinen an den Start. Hier sind nicht nur Tempo, sondern auch eine
gehörige Portion Geschick, eine optimale Taktik und gute Kondition gefragt.
Beim »Classic«, der »Nordischen Kombination schlechthin«, ist der ganze
Skifahrer gefordert. Zwischen den Toren eines Riesenslaloms ragt eine
Respekt einflößende Schanze hervor. Am »Kicker« heißt es für die
Telemark-Renner, auf Weitenjagd zu gehen. Wer eine Weitenlinie nicht
überspringt, handelt sich hier gleich eine empfindliche Zeitstrafe ein.
Sprünge von 30 bis 40 Metern sind hier zu bestaunen, die natürlich im im
Telemarkstil gelandet werden müssen, um einer weiteren Strafe zu
entgehen – ganz wie beim Skispringen. »Das Niveau im Weltcup ist jedoch
mittlerweile so hoch«, erklärt DSV-Telemarkreferent Chris Leicht, »dass
hier in den seltensten Fällen noch Penalties ausgesprochen werden
müssen, weder für ein Nichterreichen der Soll-Weite noch für eine nicht
regelkonforme Landung«. Und das, obwohl zum Vorbereiten des Sprungs
genauso wenig Zeit bleibt wie zur Landung. Schließlich läuft die Uhr
auch an der Skisprungschanze mit und das nächste Tor muss in direkter
Kampf-Linie angefahren werden.
Richtig rund geht's dann aber erst zum Ende des Torlaufs. Wo die
Alpinrenner bereits Zielflaggen und jubelnde Zuschauer erwarten, werfen
sich die Telemarker im »Classic« in eine 360 Grad-Steilwandkurve. Der
»Kreisel«, bremst die Abfahrer auf Langlauftempo herunter, wogegen sich
die Rennläufer versuchen mit viel Mut und Geschick zu wehren. Hier
erwarten die Zuschauer waghalsige Wendemanöver. Neben dem Sprung ist der
360er wohl das spektakulärste Element des »Classic«-Wettkampfes.
Denn nur wer mit gutem Schwung aus dem Kreisel kommt, macht auch beim
Skating wertvolle Sekunden gut. Nun heißt es nur noch anschieben. Im
Sprint-Tempo geht's in Richtung Ziel. Hier zählen die langläuferischen
Fähigkeiten, an denen nicht nur im deutschen Team mit einem eigenen
Skating-Trainer akribisch gefeilt wird. Die Disziplin »Classic« verlangt
von den Sportlern zudem bei Laufzeiten von über zwei Minuten eine
Top-Kondition ab. Während bei dieser Wettkampfform der Sieger oder die
Siegerin in einem Lauf ermittelt werden, müssen die Sportler bei der
Variante »Classic Sprint« zwei mal an den Start – jedoch mit kürzeren
Laufzeiten von ein bis eineinhalb Minuten pro Durchgang.
Die dritte Disziplin, die im Rahmen des Telemark-Weltcups ausgetragen
wird, ist der Riesenslalom. Dieser wird im Prinzip wie ein alpiner
Torlauf ausgetragen. Was jedoch bleibt, ist die Schanze mit Weitenlinie
und Landung im Telemarkstil. Hier fehlt im Vergleich zu »Classic« und
»Classic Sprint« einfach der Kreisel und die Skating-Strecke. Wie im
alpinen Weltcup sind hier ebenfalls zwei Läufe zu bewältigen.
Vom 16. bis 18. März beschließen die Sportler ihre Saison mit einem
»Classic Sprint« am Freitag, dem Riesenslalom am Samstag und der
Königsdisziplin, dem »Classic« am Sonntag. Astrid Sturm will dann »die
Norweger vom Podest kicken«. Und ihre Chancen stehen gut, denn bereits
im letzten Jahr drang die Leipzigerin in die Phalanx der favorisierten
Damen aus dem Mutterland des Sports ein und musste sich in der
Gesamtwertung am Ende nur einer der starken Norwegerinnen, Katinka
Knudsen, geschlagen geben.
Das Weltcup-Finale am Oberjoch verspricht eine Menge Spannung. Drei
deutsche Athleten und Athletinnen kämpfen um die Podestplätze mit. Und
auch die Endabrechnung der Saison wird nicht ohne die deutschen
Telemarkerinnen und Telemarker gemacht. Sepp Brunner erwartet einen
reibungslosen Ablauf der Rennen, viele Zuschauer, die ihn kräftig
anfeuern und »gute Plazierungen für mich!«.
Was ihm und seinen Teamkolleginnen sicherlich gelingen wird, ist den
Zuschauern die Faszination einer ebenso traditionellen wie rasanten
Sportart näher zu bringen. Telemarkrennen sprengen die Vorstellung vom
Skirennsport und rufen eine Tugend hervor, die bei vielen Spezialisten
im Skirennlauf in Vergessenheit geraten ist: Vielseitigkeit. Beim
Telemarken gewinnen die wahren Alleskönner.
»Wir vereinen die inzwischen getrennten Sportarten wieder, so wie die
ersten Skirennen im 19. Jahrhundert auch stattgefunden haben: ein
Skisprung, ein Torlauf und eine Langlaufstrecke«, fasst Monika Rieder
zusammen. »Gerade diese Kombination macht den Sport für uns Athleten,
aber auch für Zuschauer, sehr interessant«. Grund genug, die Telemarker
vor Ort anzufeuern. Alle wichtigen Infos auch zu Unterkünften in Bad
Hindelang gibt es auf der Weltcup-Homepage unter www.telemarkweltcup.de.
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